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© Manuel Wegehaupt


 

 

Das Buch über den natürlichen Lebensraum der europäischen Schildkröten und deren Lebensweise in der freien Natur innerhalb des Jahresverlaufs.

 

Titelvorn 16.11.

Format DIN A5, hochwertiger cellophanierter Umschlag, Fadenheftung

448 Seiten, 1490 Farbbilder,

ISBN: 3-9809774-5-5

49,90 €

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Nur mit dem Wissen um das Vorbild Natur können die wenig anpassungsfähigen Schildkröten so naturnah wie möglich gehalten werden.

Auf 448 Seiten werden in diesem einzigartigen Buch der Lebensraum und die Lebensweise der Europäischen Schildkröten in der freien Natur während des Jahresverlaufs beschrieben und anhand von 1490 Bildern ausführlich dokumentiert. Die Bilder entstanden über viele Jahre während meiner Reisen in alle Länder Europas mit natürlichen Schildkrötenvorkommen.

Zuerst werden die einzelnen Arten der europäischen Landschildkröten sowie deren Verbreitung kurz vorgestellt und deren heutige Sekundärlebensräume Macchia und Garrigue beschrieben. Weiterhin wird ausführlich aufgezeigt, wie sich Schildkröten im Jahresverlauf ernähren, wie sie mit giftigen Pflanzen umgehen und wie ihr Kalkbedarf reguliert wird. Es wird auf das Phänomen der Wärmeinseln eingegangen, welche die besondere Qualität dieses Lebensraums ausmachen, den Fortpflanzungserfolg sowie das Überleben der nächsten Generationen überhaupt erst ermöglichen und somit die Populationsentwicklung maßgeblich beeinflussen. Wie die Schildkröten das Mikroklima dieser Wärmeinseln nutzen, was für Strecken sie zurücklegen und wo sie innerhalb der Wärmeinseln leben wird in weiteren Kapiteln über Aktionsraum, Streifgebiet und Unterschlupf ausführlich beleuchtet. Es folgt ein Kapitel zur Populationsdichte und deren Einfluss auf das Verhalten der Schildkröten.

In den folgenden Kapiteln wird der Jahresverlauf der Schildkröten in der freien Natur aufgezeigt: Im Frühjahr können und müssen die Schildkröten das reichhaltige Nahrungsangebot ausnutzen. Es ist aber auch begleitet von den Kommentkämpfen der Männchen, von Paarungsritualen und schließlich von der Eiablage. Alle Aktivitäten sind ausführlich beschriebenen mit vielen Bildern dokumentiert. Der Sommer beginnt für die Schildkröten in deren natürlichen Habitaten bereits gegen Ende Mai. Nun nehmen die Niederschläge ab und die Hitze nimmt stark zu. Vielerorts herrscht jetzt Futtermangel und Wasserknappheit. Es wird beschrieben, wie sich die Schildkröten nun verhalten und mit welchen Reizen und Mechanismen die Schildkröten von der Natur ausgestattet sind, um den wasserarmen Sommer in den heißen Wärmeinseln gut zu überstehen. Ebenso wird auf deren Flüssigkeitsbedarf eingegangen und aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen sich die Eier in dieser Zeit entwickeln. Im Herbst verändert sich das Verhalten der Schildkröten erneut und es beginnt die Schlupfzeit. Diese wird mit vielen einzigartigen Bildern dokumentiert und es wird auch auf die nun auftretenden Fressfeinde eingegangen. Das Abwandern der Jungtiere aus den Eiablageplätzen in die umliegenden Wärmeinseln ist für den Erhalt einer Population und für deren Dynamik entscheidend, weshalb auch hierzu ein eigenes Kapitel eingereiht ist. Mit dem Winter endet das Schildkrötenjahr. Hier wird die Überwinterung der Schildkröten in der freien Natur beschrieben.

In einem ausführlichen Sonderkapitel werden die europäischen Wasser- bzw. Sumpfschildkröten sowie die im Süden inzwischen ebenfalls heimischen Schmuckschildkröten vorgestellt sowie ihre Lebensräume und Lebensweise in der freien Natur anhand von Bildern beschrieben.

In dem Kapitel Vorbild Natur Spezial wird der Verlauf eines Schildkrötentages vorgestellt, die Aspekte Licht, Wärme und UV-Strahlung vertieft und auf das sich stark vom Umland unterscheidende Mikroklima in den Wärmeinseln eingegangen. Oft sind Schildkröten mit Busch- bzw. Flächenbränden konfrontiert, weshalb sich hiermit ein separates Kapitel auseinandersetzt. Weitere Kapitel beleuchten die Regeneration von Verletzungen, das mittlerweile auch in der Natur vorkommende Höckerwachstum, die Umsiedlung bzw. Auswilderung von Schildkröten und das Zeckenproblem.

Schildkröten sind und bleiben Wildtiere, auch wenn sie über Generationen hinweg bei uns nachgezüchtet wurden. Im Gegensatz zu Haustieren sind Schildkröten in keiner Weise in der Lage, sich den von uns aufgezwungenen Lebensweisen anzupassen. Wer Schildkröten in seine Obhut nimmt, muss das wissen und seinen Pfleglingen möglichst naturnahe und somit artgerechte Bedingungen bieten. Sicherlich kann dies bei uns immer nur ein Kompromiss sein. Damit Sie in der Lage sind, diesen Kompromiss für sich und vor allem zum Wohl Ihrer Schildkröten zu finden, gebe ich Ihnen und auch allen interessierten Naturfreunden mit meinem neuen, sehr umfangreich bebilderten Werk, einen umfassenden Einblick in die ursprüngliche Welt aller land- und wasserbewohnenden Schildkrötenarten des europäischen Mittelmeerraums.  

Schildkröten wurden in einem für uns Menschen fast unvorstellbaren Zeitraum von rund 230 Millionen Jahren auf ihre Lebensweise in speziellen Arealen mit einem ganz besonderen Kleinklima geprägt. In diesen Lebensräumen konnten die Schildkröten allen Gefahren widerstehen und besondere Mechanismen und Überlebensstrategien entwickeln die ähnlich nur bei wenigen anderen Ur-Tieren vorzufinden sind.

Die schleichende Veränderung der Ursprungshabitate begann bereits vor 10.000 Jahren, als der Mensch anfing sesshaft zu werden, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Seit nunmehr 50 Jahren wird Ackerbau im Mittelmeerraum so intensiv und großflächig betrieben, dass drei Ernten im Jahr heute Standard sind. Ganze Landstriche sind mit Gewächshäusern überzogen, um immer noch mehr Ernten zu ermöglichen.

Heute gibt es im gesamten Mittelmeerraum kaum ein Schildkrötenhabitat, das nicht irgendwann in irgendeiner Weise vom Menschen geprägt wurde.

Glücklicherweise finden sich in manchen Ländern jedoch noch einzelne, auch sehr großflächig zusammenhängende Areale, die brach liegen und wieder von der Ur-Macchia oder zumindest von ihrer Sekundärvegetation, dem wildem Buschwerk der heutigen Macchia und der Garrigue, überwuchert sind. Hier können die Schildkrötenpopulationen, die dort in Wärmeinseln leben, ihre natürlichen Bedürfnisse auch heute noch ausleben. Nur in diesen wieder ursprünglichen Lebensräumen können Erkenntnisse über die urzeitlichen Schildkröten und ihre Lebensweise gewonnen und für eine naturnahe Haltung unter dem Leitgedanken „Vorbild Natur“ umgesetzt werden.

Schildkröten werden gern als lebende Fossilien bezeichnet. Wir sollten uns der großen Verantwortung bewusst sein und alles tun, um diese wertvollen ältesten Landwirbeltiere unserer Erde noch so lange wie möglich in ihrer natürlichen Umgebung zu erhalten.

Ich möchte dieses Buch jedem Schildkrötenfreund empfehlen. Nur mit dem Wissen um das Vorbild Natur können die wenig anpassungsfähigen Schildkröten so naturnah wie möglich gehalten werden. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie sicherlich die eine oder andere Eigenart Ihrer Schildkröte besser verstehen und manches Verhalten mit anderen Augen betrachten.

Nun wünsche ich Ihnen schon heute viel Spaß beim Lesen und Betrachten der Bilder und allen Schildkrötenhaltern immer viel Freude an Ihren Pfleglingen.

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